29 JanMensch! Keep cool!

Mensch, ärgere dich nicht!Können Sie sich vorstellen, wie sich Ärger auf Ihr tägliches Wohlbefinden auswirkt?

Vielleicht kennen Sie ja folgende Situation:
Ein wichtiger Termin,  Sie sind knapp in der Zeit und es gibt viele Herausforderungen, die an Ihnen zerren – und dann stehen Sie eine geschlagene halbe Stunde im Stau. Einfach so! Es geht keinen Zentimeter vorwärts. Vor Ihnen, aber auch hinter Ihnen, stehen viele andere Autos. Sie können jetzt weder umdrehen, noch ausweichen, sondern müssen einfach Ihrem Schicksal ergeben und  warten. Mit jeder Minute, die nutzlos verrinnt, werden Sie angespannter und unruhiger. Sie kennen Ihren Kunden.  Ein echter Pünktlichkeitsfanatiker! Unpünktlichkeit ist für diesen Kunden ein Ausschlusskriterium!

Und?
Können Sie fühlen, wie der Ärger langsam in Ihnen hoch steigt?

Nein, nein! Bitte entspannen Sie sich ganz schnell wieder.
Ärger schadet Ihrer Gesundheit!
Lassen Sie uns diese alltägliche Situation lieber dazu nutzen, den Ärger mal aus einem entspannten und distanzierten Blickwinkel zu betrachten:

Was geschieht in Ihrem Körper wenn Sie sich ärgern?
Ärger wurde von der Natur ursprünglich erdacht um Energie zur Flucht oder Kampf in Ihnen freizusetzen und setzt in Ihrem Gehirn jede Menge Adrenalin frei. Der Blutdruck steigt. Möglicherweise beginnen Sie zu schwitzen und ihre Aufmerksamkeit fokussiert sich auf das Problem, das den Ärger gerade auslöst.
Negativer Stress und Druck erhöhen Ihr persönliches Risiko für BurnOut!

Was nützt Ihnen das Wissen, wenn Sie gerade  im Nerven zermürbenden Stau stehen?
Richtig. Nichts.
Sie können weder flüchten, noch die Autos vor Ihnen mit Kraft zur Seite schieben.

Wenn die Adrenalinzufuhr über einen längeren Zeitraum verstärkt wird  (und eine halbe Stunde im Stau kann gefühlt sehr lange dauern!) kann sich der Druck als körperlicher Schmerz bemerkbar machen. Spannungskopfschmerzen oder Magendruck, sind  typische Symptome, die durch Ärger ausgelöst werden können.
Die körperlichen Versorgungssysteme und eigene Abwehrkräfte werden geschwächt.

Was können Sie tun?
Lässt Ärger sich vermeiden?
Sicher! Aber vermutlich nicht in der Lebenssituation, in der Sie sich im Augenblick befinden.

Mein Tipp:
Nehmen Sie Ihren Ärger an.
Sehen Sie ihn als das was er ist: Ein unangenehmes Gefühl.

Nach meiner Erfahrung ist der Versuch, den Ärger einfach zu verdrängen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Der Ärger sucht sich dann möglicherweise andere Ventile …und möglicherweise ist dann ein völlig Unbeteiligter (Ihr Partner? Ihr Kind? Ihr Mitarbeiter?) das unbeabsichtigte Ziel, das die volle Breitseite der Entladung erfährt. In der Konsequenz entsteht meist neuer Anlass für Ärger…

Besser:
Versuchen Sie Ihren Ärger zu verstehen.
Haben Sie ein wenig Mitgefühl mit sich selbst und akzeptieren Sie das unangenehme Gefühl, dass der Ärger in Ihnen auslöst. Dadurch wird es Ihnen gelingen, zunächst die weitere Adrenalinausschüttung zu bremsen.
Atmen Sie tief ein …und wieder aus.
Hören Sie sich für einen Augenblick beim Atmen zu und spüren Sie in Ihren Körper hinein.
Sagen Sie zu sich selber:  „Alle Organe, Drüsen und Zellen arbeiten rhythmisch und korrekt für mich und meine Gesundheit!“

Wenn Sie sich bewusst machen, dass Sie und Ihre Gesundheit wichtiger sind, als der Anlass ihres Ärgers, wird es Ihnen leichter fallen, die kleinen Widrigkeiten des täglichen Lebens mit Gelassenheit zu ertragen.

Besonders wichtig bei der anschließenden Verarbeitung des Ärgers ist: Humor.
Vielleicht gelingt es Ihnen aus gemessenen Abstand auch einmal über eine widrige Situation zu schmunzeln oder sogar laut aufzulachen. Lachen entspannt und gleicht durch Ausschüttung anderer Botenstoffe einen eventuellen Adrenalinüberschuss wieder aus.

Übrigens:
Wenn Sie sich ärgern, ärgern Sie ausschließlich sich!
Die Menschen die den Ärger in Ihnen auslösen, bleiben davon zunächst unberührt!

Ich wünsche Ihnen viele angenehme Gefühle und guten Grund für ein befreiendes Lachen!
Besser und besser!

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