13 JanVon der Kunst, im richtigen Moment NEIN zu sagen…

Sagen Sie oft Ja, wenn Sie eigentlich Nein sagen möchten?
Fällt es Ihnen leicht ein klares Nein auszusprechen?

Sagen Sie Ja zu sich selbst?

In vielen Gesprächen ist mir aufgefallen, dass Menschen, die unter negativen Symptomen  von Stress und Druck leiden, oft Schwierigkeiten haben, das kleine Wörtchen NEIN auszusprechen.

Können Sie heute Abend die Dokumente „schnell“ noch einmal durcharbeiten?
Können Sie für Ihren Kollegen einspringen und eine Doppelschicht übernehmen?
Können Sie die spontane Präsentation ausnahmsweise bis morgen früh vorbereiten?

Vermutlich können Sie.
Aber wie geht es Ihnen dabei?
Was fühlen Sie, während Sie die Zusatzaufgabe ausführen? 

Klar. Im Arbeitsleben ist Flexibilität erforderlich. Wenn das Geschäft „brummt“, ist es vorteilhaft für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Wenn Sie sich allerdings  körperlich und seelisch belastet fühlen, sollten Sie nicht zögern, das ungeliebte „NEIN“ klar auszusprechen.

Warum haben so viele Menschen ein Problem, ein NEIN auszusprechen?
Werde ich abgelehnt, wenn ich NEIN sage?
Bin ich schuld, wenn ein Anderer sich wegen meinem NEIN ärgert?
Verliere ich meine Arbeit (oder Respekt oder Anerkennung etc.), wenn ich NEIN sage?
Muss ich mich schämen, weil ich die Erwartung nicht erfüllen kann?

Sehr häufig (auch in anderen Lebensbereichen) verhindert das Gefühl von Angst, Schuld oder Scham, dass eigene Gedanken offen und ehrlich ausgesprochen werden können.  Zweifel an der eigenen Person, der eigenen Meinung und eigenen Gedanken sind wenig dazu geeignet, positive Lebensumstände zu gestalten.  Im Gegenteil. In einem Klima von Angst, Scham und Schuld gedeihen psychische Erkrankungen. Schlafstörungen? Depression? Schmerz? …können durch Angst, Scham und Schuld ausgelöst werden. (Psychosomatik)

Vielleicht ist es hilfreich, wenn Sie sich bewusst machen, was geschehen kann, wenn Sie aufrichtig sind, und das NEIN  klar formulieren:

1. Variante: 
Sie treffen auf Verständnis und fühlen sich wohl.

2. Variante:
Sie stoßen auf Widerstand.
Tatsächlich erfüllen Sie dann die Erwartung nicht, die an Sie gestellt wurde und müssen mit „Gegenwind“ rechnen.
In dieser Situation ist es sehr wichtig, ehrlich zu sich und Anderen zu bleiben:
Ist die Zusatzbelastung tatsächlich nur eine Ausnahme?
…oder erwartet Ihr Chef Ihren Dauereinsatz 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche?

Wenn Sie überzogene Erwartungen nicht erfüllen können (oder wollen!) ist die korrekte Antwort ein klares NEIN.
Wenn Sie versuchen unerfüllbare Erwartungen zu erfüllen, kann sich sehr leicht der „Hamsterrad-Effekt“ einstellen. In der Folge entsteht daraus oft ein Gefühl der Machtlosigkeit, das im Übrigen als Frühwarnzeichen für die typische BurnOut Symptomatik gilt.
Besser:
Klarheit.
Das NEIN schafft in diesem Falle möglicherweise Unmut, bietet aber Raum für Diskussion und Erklärung.
Wenn Sie versuchen überzogene (unerreichbare) Erwartungen zu erfüllen, wird der Konflikt nicht beseitigt, sondern nur aufgeschoben und schafft das Klima in dem Stress und Druck gedeihen können.

Manchmal kann ein JA, dass im Außen ausgesprochen wird ein NEIN zu sich selbst sein. …und natürlich auch umgekehrt.

Mein Tipp:
Schaffen Sie sich das Grundgefühl der Gelassenheit, indem Sie täglich für Ihre Entspannung sorgen.

Bereits zehn Minuten pro Tag sind ausreichend für Ihr Wohlbefinden.
Bitte vergessen Sie nicht: Sie TUN etwas für sich. Für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.
Übrigens:
Ihre Gesundheit ist die Grundlage für Ihre Leistungsfähigkeit.
…und Ihr Arbeitgeber (der Sie kennt und Ihre Fähigkeiten schätzt) weiß das auch.

Besser und besser! 

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