16 MrzBurnout macht Schule!

SchulstressWie die Huffington Post berichtet, leidet jede zweite Lehrkraft an Deutschlands Schulen an  negativen Auswirkungen der Stresserkrankung „Burnout Syndrom“.

Zitat:
„Manager? Ärzte? Journalisten? Nein, Lehrer sind die Berufsgruppe, die am häufigsten unter Burnout leidet. 60 Prozent aller Lehrkräfte in Deutschland stehen kurz vor der totalen emotionalen Erschöpfung. „

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Beispiel aus einem Lehreralltag:
Michael H. 38, Fachlehrer für Physik und Geographie, leitet eine 8. Klasse im Gymnasium. Obwohl er nur 25,5 Stunden pro Woche Unterricht erteilt, ist seine Arbeitszeit weitaus höher. Vorbereitung des Unterrichtsstoffes und Korrekturarbeit nehmen pro Tag etwa sechs Arbeitsstunden in Anspruch. Besonders vor den Zeugnissen ist sein Alltag von Eltern-Schüler-Sprechstunden und Lehrerkonferenzen zusätzlich gefüllt. „Für die Kinder bleibt mir viel zu wenig Zeit, obwohl Sie in dem „schwierigen Alter“ sind, wo Sie meine Unterstützung dringend brauchen. Manche Schüler bleiben einfach auf der Strecke, obwohl sie über gute Fähigkeiten und Potential verfügen“, sagt Herr H., der seit Monaten unter Schlafstörungen und Kopfschmerzen leidet.

Leider ist das aber nur die Spitze des Eisbergs.
Können Sie sich vorstellen, wie der Stress eines Lehrers auf die Schüler wirkt?
Stress erzeugt Resignation, Leistungsdruck und Angst vor Versagen.

Wirkungsvolle Entspannung für Lehrer nützt den Kindern!
Vorbeugen ist besser als ausbrennen!

Besser und besser!

6 Responses so far.

  1. Sandra sagt:

    Ja das mit dem Vorbeugen ist sehr wichtig. Nichts ist wertvoller als unsere Gesundheit und man sollte erste Anzeichen von Burnout schnell entdecken.
    Burnout ist heutzutage schon eine Volkskrankheit. Doch leider wird diese manchmal auch totgeschwiegen, was sicherlich falsch ist.

    LG

  2. Liebe Sandra, vielen Dank für Deinen Kommentar. Leider streiten sich die „Fachkräfte“ beim Thema Burnout (noch immer!) über das passende Etikett. Mit ist aber nicht wichtig, ob eine Belastungsdepression oder das Burnout-Syndrom behandelt werden. Der Mensch sollte in jedem Fall im Vordergrund stehen und gute Entspannung hilft immer!
    Viele liebe Grüße aus dem Isartal,
    besser und besser!

  3. Daniel sagt:

    Hallo, ein echt guter Artikel der genau die Probleme anspricht, doch immer noch ist es ein Tabu Thema für viele obwohl es viele betrifft. Ich hatte auch meine Probleme mit Burn Out und musste sogar Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, also Menschen die sich ausschließlich mit diesem Thema Beschäftigen und sich für einen zeit nehmen, einem aufweisen was die Symptome sind, was man dagegen tun kann, wann entwickelt sich Stress zum Burn Out, was die Familie und Freunde für den Betroffenen tun können etc… Konnte im Endeffekt aus diesem Teufelskreis raus kommen und konnte auch meine Arbeit wieder aufnehmen, natürlich fürs erste lediglich zu 60%.
    Heute nehme ich mir mehr zeit für mich und meine Familie, engste Freunde mit denen ich was unternehmen kann und mich auf was anderes konzertiere,als nur auf die Arbeit.
    LG Daniel

  4. Lieber Daniel,
    zum Glück hast Du gute Hilfe gefunden! Vielen Dank für Deinen Kommentar und viel Freude an Allem was Du tun oder lassen möchtest.
    Viele liebe Grüße aus dem Isartal,
    besser und besser,
    Gaba

  5. Petra sagt:

    Noch ein Projekt zum Thema Arbeitsschutz: „Digitaler Arbeitsschutz“ heißt das Rezept, das Heilung verspricht. Es geht dabei darum, den digitalen Medieneinsatz zwar zu nutzen, aber auch zu hinterfragen. Der wachsende Einsatz von Smart Phones lässt die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben schwinden. Die ständige Erreichbarkeit von Arbeitnehmern auch durch Vorgesetzte und Kollegen verursacht Druck und Stress.http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/digitaler-arbeitsschutz/

  6. Christoph sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel! Die (Über-)Beanspruchung von Lehrerinnen und Lehrern ist, wie die Praxis immer wieder zeigt, enorm und gerade diese Berufsgruppe steht durch viele Erwartungen in dem Dilemma auf der einen Seite Vorbild sein zu müssen und Stärke zu repräsentieren aber gleichzeitig auch gut auf sich selbst zu achten. Dieser Spagat klappt besonders häufig dann nicht, wenn die Schulleitung versucht den Kindern und deren Eltern zu vermitteln, dass immer alles funktioniert…auch die Lehrer… und dies auch von den Lehrern erwartet. So bleibt die Chance für Kinder zu lernen, dass Menschen und deren Kräfte Grenzen haben ungenutzt, was für beide Seiten katastrophal ist.

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